Karamoja – einige ‚Fakten‘

Allgemeines

Karamoja ist eine Region im Nordosten Ugandas und grenzt sowohl an Kenia als auch Südsudan. Die Region umfasst etwa 27.000 Quadratkilometer und beherbergt 1,2 Millionen Menschen.

Karamoja setzt sich aus sieben Dirstikten zusammen: Kaabong, Kotido, Abim, Napak, Moroto, Nakapiriprit und Amudat. Die Einwohner heißen Karimojong und sprechen Ngakarimajong, aber auch Kiswahili ist weitverbreitet. Die Karimojong setzten sich aus verschiedenen Stämmen zusammen, die Mehrheitlich in bestimmten Distrikten leben.

  • Kaabong: Dodoth
  • Kotido: Jie
  • Abim: Labwor
  • Napak: Bokora
  • Moroto: Matheniko
  • Nakapiriprit: Pian
  • Amudat: Pokot

Zur Vereinfachung enthält die Auflistung nur die größten Stämme, es gibt allerdings auch noch Minoritäten wie Ik, Tepeth, die unter anderem eigene Sprachen haben, und andere. Zudem kommen viele Turkana aus Kenia nach Karamoja. Sie teilen nicht nur die gleiche Sprach-, sondern auch Lebensgrundlage mit den Karimojong

 

Geographie

Karamoja besteht hauptsächlich aus Savanne, daneben wird die Landschaft durch Berge, wie Mt. Kadam, Mt. Napak und Mt. Moroto, geprägt. Es gibt zwei Regen- und Trockenzeiten, die auf Grund des Klimawandels nicht mehr genau vorherbestimmbar sind, aber ungefähr zwischen März-Mai/Juni und September-November sollte es regnen. Tagsüber können die Temperaturen auf bis zu 40 Grad Celcius ansteigen und gegen Abend um mehr als 15 Grad fallen. Während der Regenzeit ist es am Tag mit 25-30 Grad deutlich kühler. Auf Grund der hohen Temperaturen und der geringen Niederschlagsmenge wachsen hauptsächlich Dornenbüsche in der Region, Gras ist saisonal und die Bäume bleiben meist klein. Dafür gibt es viele Aloe Vera Pflanzen und große Kakteen.

 

Lebensgrundlage

Auf Grund der klimatischen Verhältnisse handelt es sich bei den Karimojong in den ländlichen Regionen hauptsächlich um seminomadische Pastoralist oder auch Agro-Pastoralists. Ausschließlich die (jungen) Männer hüten das Vieh. Damit es genügend Futter und Wasser bekommt, müssen sie manchmal Tage und Wochen ihre Tiere durch die Savanne begleiten. Frauen, Kinder und ältere Menschen bleiben meist für mehrere Jahre an einem Ort, an welchem dann auf kleinen Flächen Nahrungsmittel angebaut werden.

 

Entwicklungspolitische Themen in der Region

  • land grabbing
  • Ernährungssicherheit
  • WASH (Wasser, Sanitäreinrichtungen und Hygiene)
  • Bildung
  • Management natürlicher Ressourcen
  • Friedensbildung
  • und weitere
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