HowTo: Kontaktaufnahme

Nein, hier geht es nicht um die Kontaktaufnahme zu Ugandern, sondern darum, wie man mich innerhalb des nächsten Jahres erreichen kann. Meine Handynummern und E-Mail-Adresse findet man unter Kontakt. Es kann allerdings etwas schwierig werden mich zu erreichen, da sowohl das Handynetz, als auch die Internetverbindung in der Region Karamoja noch nicht vollständig ausgebaut sind. Ganz anders als im Großteil des restlichen Landes.

Wer mit mir sprechen möchte, lässt am besten auf der Airtel-Nummer anklingeln und ich rufe dann zurück. Von hier aus in Deutschland anzurufen ist auch wesentlich günstiger als andersherum. Mein Airtel Special International kostet mich für 20min nur 5000 Ugandische Schilling, etw 1,40Euro. SMS aus Deutschland zu empfangen scheint weder mit MTN noch mit Airtel zu funktionieren. Zumindest hat das auch noch bei keinem anderen Freiwilligen funktioniert. Ich muss auch noch mal testen, ob SMS von mir in Deutschland ankommen. Da, wie gesagt, das Handynetz in Lotome noch nicht so stark ausgebaut ist, kann es auch mal sein, dass ich für ein-zwei Tage nicht zu erreichen bin. Ich melde mich dann, wenn wieder Netz da ist.

Natürlich kann man mir auch eine Mail schreiben, aber Internet habe ich wohl nur in Moroto, also so 1x die Woche. Antworten auf Mails können also dauern.

Ob man mir Post schreiben kann, muss ich noch erfragen, da hier in Uganda nur an P.O. Boxen versand wird und ich als Freiwillige selbst natürlich keine habe. Aber ich kläre das mit meiner Aufnahmeorganisation OCODI, vielleicht kann ich ja deren P.O. Box Adresse benutzen. Das mit den P.O. Boxen kenne ich schon aus Ghana. Es gibt sie, da nicht jede Straße einen Straßennamen hat und auch Hausnummern unüblich sind. Sie stellen also eine gute Möglichkeit dar, postalisch erreichbar zu sein.

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Was packe ich bloß ein?! :O

Um etwas packen zu können, braucht man natürlich erstmal etwas, in das man etwas hineinpacken kann. Nun hat man die Wahl zwischen den verschiedensten Möglichkeiten: Rollkoffer, Tasche, Taschenrucksackt etc. Ich persönlich habe mich für einen Rucksack entschieden, einfach weil man ihn sehr nah am Körper hat, das ist in Menschenmengen meist angenehmer als einen Koffer mit ausgestrecktem Arm hinter sich herzuziehen und zudem hat man die Hände frei. – Am besten nimmt man einfach das, womit man sich am wohlsten fühlt.

Mein Rucksack fast 35l +10l und ja, das ist wenig, sehr wenig. Die meisten, die auf eine längere Reise gehen, nehmen wohl 60l+ mit. Es gibt auch hier mehrere Gründe, warum ich versuchen (gepackt ist noch nichts 😉 ) möchte mit möglichst wenig Gepäck zu reisen. Zum einen ist es einfach das Gewicht. Ich habe keine Lust mehrere Stunden mit 25 Kilo oder mehr auf dem Rücken irgendwo in der Gegend zu stehen oder zu laufen und ein zu schwer gewordener Rucksack, der neben einem auf dem Boden steht, lässt sich wesentlich leichter klauen als einer, der noch an einem Menschen dranhängt. Zum anderen hat man bei Rucksäcken mit kleineren Volumen die Möglichkeit einen zu wählen, der ein Netz zwischen Rücken und dem eigentlichen Rucksack hat, der Rucksack liegt also nicht auf, was Luftzirkulation ermöglicht und damit weniger Geschwitze verursacht. Für mich ein deutlicher Vorteil gegenüber den größeren Modellen. Es gibt auch noch einen weiteren Grund – die Vorstellung, dass ich in ein Dorf gehe, in der ärmsten Region Ugandas und dort mit einem 60l Rucksack und womöglich noch mit einem großen Koffer auftauche… Ich weiß nicht. Es geht gar nicht um die Angst, dass mir Menschen alles klauen wollen, das macht mir im Dorf eher weniger Sorgen, sondern eher um die Wahrnehmung die dadurch erzeugt wird und dabei ist es auch völlig egal in welchem Land man ist und wie viel Geld dort verdient wird. Mit viel Gepäck sagt man aus: Ich habe viel. So einfach ist das. Es muss sich jeder selbst überlegen, inwieweit möchte ich, dass andere wissen wie viel ich habe. Egal ob man in den USA, Frankreich, Deutschland oder eben Uganda unterwegs ist.

Und was kommt nun rein, in das Gepäckstück meiner Wahl?

– Kleidung und Unterwäsche für 1-2 Wochen:
Waschen muss man eh und vor Ort kauft man sich sicherlich auch noch das ein oder andere.

– Schuhe:
Bei weltwärts unbedingt Schuhe die zum Einsatzplatz passen (Büro vs Farm) und natürlich auch Freizeitschuhe. Nicht vergessen, in einigen Ländern geht man nicht mit Turnschuhen ins Büro – am besten vorher klären.

– Hygiene/Bad-Artikel:
Liebe Frauen, in einigen Ländern gibt es keine Tampons und auch Binden sind nur schwer zu finden.
Reisehandtücher sind wesentlich packfreundlicher und leichter als normale Handtücher.

– Reiseapotheke:
Nur für die Erstversorgung, also 2-3 Tage, außer man benötigt spezielle Medikamente wie beispielsweise die Pille.

– Elektronik-Kram:
Zum leidigen Thema Spiegelreflex: Überlege es dir gut ob du dieses doch recht große Statussymbol um deinen Hals baumeln haben möchtest. Ansonsten würde ich mich auch hier auf das Minimum reduzieren.

– Freizeit:
Je nachdem was du so gerne machst,  Musik, Tagebuch, Spiele etc.

– Wohlfühl-Sache(n):
Du isst jeden Morgen Schokoladen-Nuss-Aufstrich auf deinem Brot? Vielleicht solltest du dir ein Gläschen mitnehmen. Du trinkst jeden Abend vor dem zu Bett gehen einen bestimmten Tee? Auch davon solltest du dir mehrere Beutel mitnehmen. Du kannst nicht ohne Nagellack? – Man merkt erst man mal darauf verzichtet, was man so für sein eigenes Wohlbefinden braucht. Ich nehme auf jeden Fall mindestens zwei Scheiben abgepacktes Vollkornbrot mit um Tiefpunkte zu überwinden. 😉 😉

Und je nachdem was man so geplant hat und wie die Unterkunft vor Ort ist: Schlafsack (+Inlay), Faltkanister, Moskitonetz, ein Universalwerkzeug etc.

In der ganzen Aufregung, die doch bei den meisten beim Packen entsteht, sollte man nicht vergessen, dass man vor Ort auch vieles bekommt. Es mag vielleicht auf dem Dorf schwieriger sein als hier und etwas länger dauern, aber ich bin mir sicher, dass ich vor Ort so gut wie alles was ich wirklich brauche auch bekommen werde.

Zur Zeit denke ich noch über Mitbringsel nach, habe mich aber noch nicht ganz entscheiden können, wie ich damit umgehen möchte. Über dieses Thema haben wir auch mehrfach auf unseren Vorbereitungsseminaren gesprochen, speziell natürlich über die Geber-Nehmer-Rollenverteilung. Schwierig, schwierig. Ich hatte an selbstgemachte Marmelade gedacht und ein wenig Spielzeug für die Schule. Ich werde über meine Entscheidung berichten.

Und WAHHHHHHHH!!!! Am Montag geht es los!!!! ❤