Cholera im Kühlschrank

Ich bin mit den Impfungen durch!! Ok – nur mit denen, die gespritzt werden mussten. Aber da ich wie so viele Spritzen nicht sonderlich gerne mag, bin ich sehr erleichtert. Glücklicherweise musste ich innerhalb des letzten Monats nur 5 mal gestochen und 1 mal durchlöchert werden weil ich auf Grund meiner Aufenthalte in Ghana bereits viele Impfungen hatte, ansonsten wären wohl noch 5 weitere Spritzen dazu gekommen. Jetzt fehlt nur noch die Cholera-Schluckimpfung, den Impfstoff dafür habe ich mit nach Hause bekommen und da der kühl liegen muss, haben wir jetzt Cholera im Kühlschrank – mal was anderes. Nachdem ich heute allerdings schon gegen Typhus geimpft wurde, muss Cholera noch bis zum Wochenende warten.

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Vorbereitung ist alles!

Ein Jahr im Ausland muss gut vorbereitet sein – besonders, wenn man in ein Entwicklungsland geht. So ganz im Allgemeinen muss man sich natürlich darum bemühen möglichst alle Fixkosten zu eliminieren – Wohnung kündigen oder untervermieten, Telefon- und Internetverträge kündigen und wohin mit den ganzen Sachen die man hat? Außerdem muss die Krankenkasse informiert werden um Beirtäge zu sparen. Hat man noch Kindergeldanspruch und ist nicht in einer Übergangsphase muss man dieses neu Beantragen. An die Rentenversicherung sollte man natürlich auch noch denken. Dann ist es sinnvoll Bankvollmachten für einen Angehören auszustellen – am besten über den Tod hinaus. Wenn man den Wohnort vor dem Auslandsaufenthalt wechselt, beispielsweise durch die Untervermietung der eigenen Wohnung, muss man sich ummelden – dabei nicht den Reisepass vergessen, denn auch dieser muss umgeschrieben werden. Sollte man noch keinen haben, nichts wie los, denn es kann bis zu 6 Wochen dauern, bis er dann endlich fertig ist.

Aber man muss sich nicht nur um Geld und Papiere kümmern, sondern auch um sich selbst. Impfungen sind gerade vor einem Aufenthalt in Entwicklungsländern nicht nur sinnvoll sondern teilweise auch vorgeschrieben. Um nach Uganda einzureisen braucht man zwar keine Gelbfieberimpfung, kommt ohne aber nachher in andere afrikanische Länder nicht mehr rein. Tollwut verläuft ohne Impfung tödlich und man kann in einem Entwicklungsland nicht darauf bauen, dass Impfstoff vorhanden ist. Genauere Beratungen, welche Impfungen sinnvoll und/oder vorgeschrieben sind, erhält man beim Tropenarzt oder auch Gesundheitsamt. Gerade in ländlicheren Gegenden ist das Gesundheitsamt meist näher als der Tropenarzt. Bei beiden kann es sein, dass Impfstoff bestellt werden muss und nicht vergessen – einige Impfstoffe müssen bis zu 3x gespritzt werden und das kann manchmal etwas dauern.
Wichtig ist es auch, dass man sich vor der Ausreise einen Termin  beim Zahnarzt sichert, auch ein Termin beim Augenarzt kann nicht schaden. Generell sollten möglichst alle Ärzte vorher noch mal „abgeklappert“ werden. Wer gerne möchte kann sich auch noch mal komplett durchchecken lassen, beim weltwärts-Programm muss man allerdings eh eine Tropentauglichkeitsuntersuchung mitmachen bei der alles überprüft wird und man muss sich ja nicht mehr als nötig zum Nadelkissen machen lassen. Ich habe meine Untersuchung gestern hinter mich gebracht und jetzt sieht meine Armbeuge so aus:

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Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass das eigentlich nicht so aussehen sollte aber wie gesagt, Vorbereitung ist alles – auch wenn’s weh tut!